Kaudorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Bechhofen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Kaudorf hat eine Fläche von 4,798 km². Sie ist in 477 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 10.059,00 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Kallert und Selingsdorf.

Geographie

Das Dorf liegt in der Talmulde des Seegrabens, der 3 km weiter östlich als rechter Zufluss in die Altmühl mündet, und ist von Ackerland, Grünland und kleineren Waldgebieten umgeben. 0,5 km östlich liegt das Waldgebiet Hart, 0,5 km südöstlich das Waldgebiet Löhlein und das Flurgebiet Hub. 1 km südlich liegt das Hodelfeld.

Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Kallert (1,2 km nördlich), nach Sachsbach (1,3 km südlich), nach Reichenau zur Kreisstraße AN 54 (1,5 km westlich) und nach Thann zur Kreisstraße AN 55 (1,7 km nordöstlich).

Geschichte

Im Jahre 1367 kaufte das Kloster Heilsbronn dort zwei Lehen von Volland Auracher. Im Jahre 1445 erwarb das Kloster durch Tausch von Michael Veldbrechter ein Gut in Kaudorf.

Kaudorf lag im Fraischbezirk des eichstättischen Oberamtes Wahrberg-Herrieden. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand der Ort aus 14 Anwesen und einem Gemeindehirtenhaus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft lag bei der Gemeinde selber. Grundherren waren das Kastenamt Herrieden (11 Anwesen) und das Stiftskapitel Herrieden (3 Anwesen).

1806 kam Kaudorf an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Kaudorf dem Steuerdistrikt Sachsbach zugewiesen. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Kaudorf, zu der Kallert und Selingsdorf gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herrieden zugeordnet. Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 4,837 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Juli 1971 nach Bechhofen eingemeindet. Dem vorausgegangen war eine Bürgerversammlung, in der abgestimmt wurde, ob die Gemeinde nach Bechhofen oder nach Herrieden eingegliedert werden sollte.

Baudenkmäler

  • Haus Nr. 13: Ehemaliges Gasthaus, Wohnstallhaus, zweigeschossiger Satteldachbau, massiv, bez. 1804.
  • Kriegergedächtnismal, bemaltes Brett zum Gedächtnis der Gefallenen im Ersten Weltkrieg; an einer Linde.

Einwohnerentwicklung

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Peter (Thann) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Laurentius (Großenried) gepfarrt.

Literatur

  • Johann Kaspar Bundschuh: Kaudorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 69–70 (Digitalisat). 
  • Georg Paul Hönn: Kaudorf. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 208 (Digitalisat). 
  • Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 509 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879). 

Weblinks

  • Kaudorf in der Ortsdatenbank des bavarikon, abgerufen am 3. September 2021.
  • Kaudorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 16. September 2019.
  • Kaudorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie

Fußnoten


Kühdorf ♔ Reußische Fürstenstraße

es ist richtig am Startk am Rennget in kaudorf mit Gewitter am Mittwoch

Fotos Gemeinde Kaufdorf

Kühdorf ♔ Reußische Fürstenstraße

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